Ursprünglich ist die Band schon 1982 von Jörg Köster (Bass) und Harry Rothe (Gitarre) gegründet worden .Bei der Suche nach Mitmusiker stieß man dann schnell auf Frank Kötter (Schlagzeug) und Stefan Gabel (Gitarre und Gesang), und etwas später auf Peter Behnke (Gitarre).  

Es war von Anfang an klar das die Band grundsoliden  Heavy Metal machen würde .Die Haupteinflüsse kamen aus der britischen  Heavy Metal Szene, wo auch die Gründungsväter des Heavy Metal´s herkommen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten spielte PRISONER im Frühjahr 1986 ihr erstes Konzert vor über 300 Zuschauern. Nach dem Gig waren die Resonanzen des Publikums überaus positiv. Im Mai des darauf folgenden Jahres entschloss  sich die Band ins Studio zu gehen und ein Demoband aufzunehmen.

PRISONER hatte sich zu der Zeit einige Demobänder ihrer Mitbewerber angehört und feststellen müssen das teilweise das Songmaterial sehr gut war, was aber durchweg auffiel waren die schlechten Produktionen. Das sollte PRISONER auf keinen Fall passieren.

Die Band war sich darüber einig immer nur das Beste ihren Fans abzuliefern.

Nach einiger Suche nach einem geeigneten Studio wurde man dann bei den Brüdern Jusefus in Witten fündig. Das Studio hatte sehr gutes Equipment

 und der Toningenieur verstand seine Arbeit, und so nahm PRISONER ihr Demo auf einer 24-Spur-Bandmaschiene auf.

 

Der Sound war für die Zeit und für ein Demo überwältigend, PRISONER bekam für ihre Produktion und für ihr Songmaterial durchweg sehr gute Kritiken, Lokal, National und sogar International. Voll des Lobes war auch Götz Kuehnemund der für den Rock Hard schreibt. ´´Don´t think that´s all´´,besticht mit seinen vier Stücken auf breiter Ebene, Rhythmen so schnell das sich manch eine Punkband den Arsch daran verbrennen würde , Gitarrensound außergewöhnlich hart ,Twinharmonien unkonventionell , Solis professionell , der Sänger trifft jeden Ton und singt in einer Tonlage das manch einem Profi schwindelig wird. Bei einem Ausscheidungswettbewerb- veranstaltet von der Zeitschrift „Bravo“ und der Plattenfirma „Hansa-Records“-belegt die Band unter 16 Wettbewerbern auf Anhieb Platz 3.

Right Now wird im WDR Radio gespielt und schafft Platz 7 in den Underground Charts in Polen. Korrespondenz wird mit vielen ausländischen Fancis geführt, darunter Polen, damalige DDR, Ungarn und sogar Brasilien. Nach einem zweiseitigen Interview im Break Out Magazin wird die Band ausgewählt ein Stück von ihrem Demo auf einen Sampler des Magazins beizutragen. PRISONER entscheidet sich für das Titelstück. Damit hat die Band das längste Stück auf der LP. Man bekommt ein Angebot von einem Lokalen Veranstalter an einem Ausscheidungswettbewerb als Vorgruppe von Udo Lindenberg zu spielen. Leider ist der Termin mit einem Konzert schon ausgebucht, trotzdem will man sich diese Chance nicht durch die Lappen gehen lassen und so beschließt die Band beide Gigs zu absolvieren. PRISONER´S Management vereinbart mit dem Veranstalter das lediglich Instrumente und keine Backline mitgebracht werden muss.

Kurz nachdem die Band am Gummersbacher Veranstaltungsort eintraf fragte der Veranstalter nach den Verstärkern der Gruppe und das der Auftritt in ca. 20 Minuten sei. Nach einigem hin und her einigte man sich darauf dass der Auftritt bis ans Ende der Veranstaltung gelegt wird. Nun hatte die Band noch genügend Zeit ihre Verstärker zubesorgen- woraufhin einige Roadies und Harry - denn er wusste was alles benötigt wird- losfuhren. Kurz darauf erschien wieder der Veranstalter und sagte der Band das sie aus organisatorischen Gründen sofort spielen müssen. Es kam zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen der Band und dem Veranstalter weil man ohne Harry nicht spielen könne  und wolle. Nach widrigem hin und her spielte die Band nicht. Als der Veranstalter das dem Publikum verkündete, bekam der lautstarken Protest zu hören. In Sprechkören forderte das Publikum immer wieder PRISONER-PRISONER-PRISONER…..Am anderen Tag war in der Presse zu lesen „Den letzten beißen die Hunde“, und die Band wurde so richtig schön durch den Kakao gezogen.

Woraufhin sich PRISONER entschied dies in Form eines Leserbriefs richtig zu stellen und sich bei ihren Fans zu entschuldigen. Die Redaktion der Zeitung entschuldigte sich bei ihren Lesern und tausendmal bei der Band und das nur nach den Angaben des Veranstalters geschrieben habe.

      

Sommer 1988 kommt der Schock, Sänger und Leadgitarrist Stefan Gabel steigt aus.

1988 ist das Jahr wo Amerikanische Bands wie Bon Jovi oder Poison mit ihrem Mainstraem Metal wahnsinnige Erfolge feiern , davon angesteckt möchte Stefan auch so etwas machen.

Wer mit der Welle mitschwimmt, geht darin unter, es kommt zum Streit mit der Band und Stefan Gabel, woraufhin man jahrelang nicht miteinander spricht.

Die Suche nach einem geeigneten Gitarristen gestaltet sich äußerst schwierig, geschweige denn nach einem Sänger.

1989 wird Markus Beck als Gitarrist eingestellt und kurz darauf Rüdiger Wackwitz als Sänger, da aber Rüdiger nicht das gleich Kaliber wie Stefan ist müssen alle Stücke in eine andere Tonart transponiert werden was ziemlich zeitaufwendig ist. Auch sonstige Schwierigkeiten mit Markus tragen nicht grade für ein gutes Bandklima bei.

Nach Monate langen Proben - wobei nichts dabei rauskommt - entscheidet man sich zur Trennung von Rüdiger und Markus.

Es folgen mehrere Projekte von Harry, Frank und Jörg die aber zu keinem Ergebnis führen, darunter sogar eins mit dem Urgitarristen Peter Behnke.

Der Rest von PRISONER entscheidet sich für eine Aufgabe der Band.

Es folgt bei Jörg und Frank Familiengründungen und Hausbau bzw. -kauf, und man hört jahrelang nichts voneinander.

 

PRISONER is Back!!

Im Dezember 2007 beschlossen Frank Kötter und Jörg Köster, PRISONER wieder ins Leben zu rufen. Im Mai 2008 fand man einen geeigneten Proberaum und innerhalb kürzester Zeit hatte PRISONER eine Menge Stücke drauf, ein erster Gig wurde für Januar 2009 angesetzt.

Nach den Sommerferien 2008 jedoch musste einer der beiden Gittaristen aus beruflichen Gründen die Band verlassen. Erst Anfang 2009 stieß die Band dann auf Arne Wolfewicz, einen Gitarristen mit klassischer Musikausbildung, der das aktuelle Line-up neben Frank (dr), Jörg (bs), Gernot Kraus (guit) und Thomas Raser (voc) komplettierte.

Es kam noch einmal etwas Hektik auf, als der alte Proberaum zum Februar gekündigt wurde. Es wurde zum Glück relativ schnell ein neuer gefunden, so dass die regelmäßigen Proben nahtlos weiter gehen konnten. Nach jetzigem Stand sollte im Herbst, spätestens im Winter diesen Jahres ein komplettes Set stehen, so dass wir uns endlich live on stage präsentieren können!!

PRISONER wird nahtlos da anknüpfen, wo sie damals aufhörten, und werden auf jeden Fall eine Menge von dem alten Kram spielen. Aber die Band arbeitet auch an neuen Stücken, die auf jeden Fall ziemlich Heavy sein werden, versprochen!!

 

Text: Jörg "Phil" Köster